2. April 2025

Aktueller Grundstückmarktbericht veröffentlicht

Kreis Viersen. Die Baulandpreise für den individuellen Wohnungsbau im Kreis Viersen sind im Jahr 2024 überwiegend auf dem Niveau des Vorjahres geblieben. Das geht aus dem aktuellen Grundstücksmarktbericht des Gutachterausschusses für Grundstückwerte im Kreis Viersen hervor.

In den Städten Nettetal, Tönisvorst und Willich sind die Baulandpreise um fünf Prozent gestiegen. In den übrigen Kommunen ist eine stagnierende Tendenz erkennbar gewesen. Die höchsten Baulandpreise für den individuellen Wohnungsbau werden in Kempen und Tönisvorst (St. Tönis) erzielt.

Insgesamt hat der Gutachterausschuss 884 Bodenrichtwertzonen beschlossen und weitere allgemeine Aussagen zu Flächen-, Nutzungs- und Wertverhältnissen getroffen. Die Bodenrichtwerte werden abgeleitet aus Kaufpreisen von unbebauten Grundstücken für Wohn- und Gewerbeflächen sowie aus land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen.

“In guten Wohnlagen liegen die Bodenrichtwerte in den Städten allgemein bei 270 bis 400 Euro pro Quadratmeter und in den Gemeinden bei 180 bis 290 Euro pro Quadratmeter. Bei den mittleren Wohnlagen liegt die Spanne zwischen 165 bis 360 Euro pro Quadratmeter im gesamten Kreisgebiet”, berichtet Claudia Ziemer, Vorsitzende und Geschäftsführerin des Gutachterausschusses.

Die Bodenpreise für gewerbliche Bauflächen sind im Jahr 2024 kreisweit um zehn Prozent gestiegen.

Im Marktsegment Ackerland sind die Preise in Viersen konstant geblieben. Im Westkreis ist der Bodenrichtwert für Ackerland in allen Kommunen einheitlich auf 8,50 Euro pro Quadratmeter angestiegen. In den Städten Kempen, Tönisvorst und Willich haben sich die Preise für Ackerflächen auf 10,50 Euro pro Quadratmeter erhöht. Somit liegen die höchsten Ackerlandrichtwerte erneut in den Ostkreiskommunen Kempen, Tönisvorst und Willich.

Das Preisniveau der landwirtschaftlich genutzten Flächen hat im Jahr 2024 im Bereich des Grünlandes um 0,50 Euro pro Quadratmeter zugenommen und beläuft sich nun auf sechs Euro pro Quadratmeter.

Der Bodenpreis für forstwirtschaftliche Flächen (exklusive Aufwuchs) ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,10 Euro pro Quadratmeter auf 0,70 Euro pro Quadratmeter gesunken.

“Insgesamt sind stagnierende bis leicht steigende Preise für unbebaute Grundstücke, Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen im Kreis Viersen zu beobachten,” bemerkt Rainer Röder, Dezernent für Planen, Bauen und Umwelt des Kreises Viersen. “Diese Preisentwicklungen sprechen in Verbindung mit einer gestiegenen Anzahl an Kauffällen bei bebauten Grundstücken sowie Wohnungseigentum für eine fortwährende Attraktivität des Kreises.”

Der Grundstücksmarktbericht gibt eine Übersicht über die Umsatz- und Preisentwicklung auf dem Immobilienmarkt des Kreises Viersen und soll der Markttransparenz dienen. Der Bericht wendet sich einerseits an Bewertungssachverständige, Banken, Versicherungen und sonstige Stellen der freien Wirtschaft, die an besonderen Marktdaten wie Kapitalisierungszinssätzen, Vergleichs-, Gebäude- oder Sachwertfaktoren interessiert sind, wie auch andererseits an die interessierte Öffentlichkeit als Hilfe für ihre Entscheidungen.

Allen Interessierten stehen die aktuellen Informationen ab sofort im Internet kostenfrei zur Verfügung unter: www.boris.nrw.de

Quelle: Kreis Viersen